Mitteilungsvorlage - 08/SVV/0072
Grunddaten
- Betreff:
-
Zusätzliche Bürgerbriefkästen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- GB Zentrale Steuerung und Service
- Einreicher*:
- Oberbürgermeister, Servicebereich Verwaltungsmanagement
Beratungsfolge
Status | Datum | Gremium | Beschluss | PA |
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Erledigt
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Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam
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Anhörung
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06.02.2008
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Beschlussvorschlag
Die
Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis:
Die
Landeshauptstadt Potsdam wird die Anzahl der Bürgerbriefkästen über die zwei
bisherigen Bürgerbriefkästen auf dem Gelände des Stadthauses nicht
erhöhen.
Auf dem Gelände des Stadthauses in der Friedrich-Ebert-Str. 79/81 und Hegelallee 6-8 sind zwei Bürgerbriefkästen aufgestellt. Hier wird den Bürgern die Möglichkeit eingeräumt, ihre Post direkt beim Empfänger ohne Nutzung eines separaten Postdienstleisters abzugeben. Diese Briefkästen werden durch die Poststelle der Landeshauptstadt Potsdam täglich geleert und die Post an die zuständigen Fachbereiche in der Verwaltung verteilt. Die Entleerung der Briefkästen ist in den Postzustellungsplänen der Boten integriert und führt zu keinem zusätzlichen Aufwand. Grundsätzlich besteht aber auch die Möglichkeit, Post im Bürgerservice oder bei fachspezifischen Angelegenheiten im zuständigen Fachbereich abzugeben.
In den beiden Briefkästen des Stadthauses befinden sich
täglich 10 bis maximal 20 Postsendungen. Durch reguläre Postdienste nimmt die
Landeshauptstadt Potsdam über ihre zentrale Poststelle hingegen täglich ca.
2000 Postsendungen entgegen. Die im Verhältnis geringe Stückzahl von
Postsendungen in den Briefkästen des Stadthauses zeigt, dass die direkte Abgabe
von Postsendungen eher die Ausnahme ist.
Bei der Aufstellung von weiteren Bürgerbriefkästen im Stadtgebiet ist die tägliche Leerung und Zustellung zur zentralen Poststelle zu gewährleisten, um eine fristgemäße Bearbeitung der Post innerhalb der Landeshauptstadt Potsdam sicherzustellen. Dies wäre eine neue freiwillige Leistung im Produkt „Zentrale Dienstleistungen“, die zusätzliche Personal- und Sachaufwendungen (dauerhafte Folgekosten) erfordern würde. Derzeit sind keine Ressourcen im Servicebereich Verwaltungsmanagement dafür vorhanden bzw. eingeplant.
Die Landeshauptstadt Potsdam würde mit dieser Leistung nicht
nur eine zusätzliche und freiwillige Aufgabe übernehmen, sondern auch als
Konkurrent für die privatwirtschaftlichen Postdienstleister auftreten.
Jeder Bürger hat prinzipiell die Möglichkeit, über reguläre
Postdienstleister, wie die Deutsche Post AG oder mittelständische Unternehmen,
Post an die Landeshauptstadt Potsdam zu versenden. Die Postdienstleister haben
wiederum auf dem Stadtgebiet ihre öffentlichen Briefkästen und Annahmestellen
so verteilt, dass für die Bürger, Unternehmen usw. eine zumutbare
Erreichbarkeit für den Postversand ermöglicht wird.
Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung, dass diese Leistung durch die Privatwirtschaft in ausreichender Qualität und Quantität zur Verfügung gestellt wird, werden keine zusätzlichen durch die Landeshauptstadt Potsdam zu bewirtschaftende Bürgerbriefkästen in Potsdam aufgestellt.
Fazit finanzielle Auswirkungen
Finanzielle
Auswirkungen:
Bei
der zusätzlichen Einrichtung von Bürgerbriefkästen würde es sich um eine neue
freiwillige Leistung handeln. Durch die tägliche Leerung würden Folgekosten
durch zusätzlich bereitzustellende Personal- und Sachaufwendungen entstehen,
die nicht genau beziffert werden können.