Kleine Anfrage - 20/SVV/0876

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Beschlussvorschlag

Die PNN berichtet im Artikel "Schutzgebiet rund um den Fahrländer See bedroht" über das Campen im Schilf, Müll sowie wildes Parken. Freizeitsportler sind demnach für die Probleme verantwortlich. Die Ortsbeiräte in Fahrland (Hr. Matz, BI Fahrland) und Neu Fahrland (Fr. Klockow, Bü) wollen ein Verbot erwirken. Demnach ist auch Corona für eine stärkere Nutzung verantwortlich.

 

Ich frage den Oberbürgermeister:

 

  1. Seit wann sind der Landeshauptstadt Potsdam die Probleme rund um den Fahrländer See bekannt?

 

Im Jahr 2017 wurde erstmals die Problematik Kitesurfer  Vogelschutz aufgeworfen. In den folgenden Jahren nahm nach Hinweisen von Bürgern die Zahl der Kitesurfer auf dem Fahrländer See und Nutzungsschäden in bestimmten ufernahen Bereichen zu. In 2020 verstärkte sich auf der Grundlage eingegangener Beschwerden generell die Freizeitnutzung am Fahrländer See mit entsprechenden Nebenerscheinungen, wie Verkehr und Unrat.

 

  1. Gibt es in der Landeshauptstadt Potsdam Überlegungen, Ordnung in die angesprochenen Problemstellungen zu bekommen (Parkflächen, Mülleimer, Anwohnergespräch)?

 

Kurzfristig ist keine Aufwertung der Verkehrsanlagen am Fahrländer See geplant.

 

Es gibt jedoch mindestens seit 2019 Gespräche zwischen der Landeshauptstadt Potsdam, Bürgern, Institutionen und Sportvertretern aus dem Ortsteil Fahrland zur touristischen Entwicklung am nördlichen Fahrländer See.

 

  1. Sieht die Landeshauptstadt Potsdam im Sportverbot für einen Teil der Freizeitsportler für den richtigen Ansatz?

 

Die Landeshauptstadt Potsdam prüft derzeit die Sach- und Rechtslage zum Fahrländer See, wobei auch unterschiedliche und konkurrierende Belange berücksichtigt werden. Konkrete Lösungsansätze ergeben sich erst nach Abschluss dieser Prüfung.

 

  1. Welche Lösungsansätze verfolgt die Landeshauptstadt Potsdam?

 

Da die Prüfung der Sach- und Rechtslage noch nicht abgeschlossen ist, gibt es derzeit keine Lösungsansätze, welche die Landeshauptstadt Potsdam konkret verfolgt. Zudem befindet sich das Gebiet des Fahrländer Sees im INSEK-Vertiefungsbereich „Marquardt-Fahrland-Krampnitz“ und wird daher auch in diesem Rahmen betrachtet.

 

  1. Welche Sportler, Gruppen, … nutzen den Fahrländer See weiterhin?

 

Die Freizeitnutzung bzw. der Gemeingebrauch lässt sich an folgenden Nutzungen festmachen: Kite-, Wind- und Wingsurfen, Stand-Up-Paddling, Kajak- und Kanufahren bzw. allgemeiner nicht motorisierter Schiffsverkehr, Sonnenbaden und Baden, Angeln, Wandern sowie Natur- und Vogelbeobachtungen (vgl. Kleine Anfrage 20/SVV/0669 Wassersport auf dem Fahrländer See) und Eissegeln bei gefrorener Wasserfläche.

 

 

Zuständigkeit: Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt

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